Interdisziplinäre Vortragsreihe Heidelberg


Aktueller Vortrag:


Do, 16. November 2017

19:00 Uhr – Hörsaal 14 – Neue Universität Heidelberg

(Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg)

 

Richard Kaum

(Soziologie, Heidelberg):

Die Plöck in Heidelberg, das (geordnete) Chaos

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Die Plöck ist stadtbekannt, berüchtigt oder gar gefürchtet und stark frequentiert. In ihr findet sich auf sehr wenig Raum mit sehr vielen Verkehrsschildern und Regulierungen ein bunter Mix aus Fußgängern, Radfahrern und dem Kraftverkehr, wodurch sie einen eigenen Charakter ausbildet. Dieser ist nicht immer deckungsgleich mit der formal-rechtlichen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Touristen, Studierende, Lieferanten und überhaupt jeder bewegt sich dort mit unterschiedlichsten Anliegen in verschiedenen Geschwindigkeiten.

Der Vortrag versucht aus fahrradzentrierter Perspektive und am Konzept des Verkehrsverhaltens orientiert den tatsächlichen Zustand zu erklären. Dies geschieht aus soziologischer Perspektive um die Schlüsselbegriffe von Handlung, Institution, Struktur und Ordnung.


Weitere Vorträge im Semester:


Do, 11. Januar 2018

19:00 Uhr – Hörsaal 14 – Neue Universität Heidelberg

(Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg)

 

Prof. Dr. Stefan Engelberg

(Institut für Deutsche Sprache, Mannheim):

Papua-Neuguinea und die sprachlichen Folgen des deutschen Kolonialismus

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Mit dem Beginn der deutschen Kolonialherrschaft in Neuguinea im Jahre 1884 geriet ein Gebiet unter deutschen Einfluss, dessen 600 bis 700 einheimische Sprachen Ausdruck einer ungewöhnlichen sprachlichen und kulturellen Vielfalt waren. Die vom deutschen Kaiserreich, aber auch von den Missionen und einzelnen Unternehmen betriebene Wirtschafts- Bildungs- und Sprachenpolitik setzten diesbezüglich in der Folgezeit Prozesse in Gang, deren Ausläufer über die nach dem ersten Weltkrieg folgende australische Kolonialzeit bis in die heutige Ära des seit 1975 unabhängigen Staates Papua-Neuguinea fortwirken.

Der Vortrag wird sich anhand zahlreicher Beispiele vor allem mit den sprachlichen Konsequenzen der deutschen Kolonialherrschaft befassen. Dazu zählen unter anderem die Verbreitung des Tok Pisin, einer englisch-basierten, aber vom Deutschen beeinflussten Pidginsprache, das Auftreten deutscher Lehnwörter in den lokalen Sprachen, die moderate Verbreitung des Deutschen als Zweitsprache, die Verbreitung lokaler Sprachen als Verkehrssprachen der Missionen und das Aufkommen deutsch-basierter Pidgin- und Kreolsprachen. Der Vortrag wird dabei auch zeigen, wie eng diese sprachlichen Entwicklungen mit bildungs- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen der deutschen Kolonialzeit verknüpft waren.



Do, 18. Januar 2018

19:00 Uhr – Hörsaal 14 – Neue Universität Heidelberg

(Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg)

 

Prof. Dr. Burckhard Dücker

(Germanistisches Seminar, Heidelberg):

Trauer- und Gedenkrituale im öffentlichen Raum



Do, 25. Januar 2018

19:00 Uhr – Hörsaal 14 – Neue Universität Heidelberg

(Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg)

 

Katrin Wellnitz

(Germanistik, Heidelberg):

„Eine Zivilisation von Verrückten“. Irdische und außerirdische Technikbilder in Alfred Döblins Berge, Meere und Giganten und Stanislaw Lems Eden

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Alfred Döblins utopischer Roman Berge Meere und Giganten aus dem Jahre 1924 lebt von der Darstellung auch heute noch aktueller „Angstszenarien“ wie grausamster moderner Kriegsführung, lähmender Technikabhängigkeit und daraus resultierender Unsicherheit, Not und Vernichtung. Ausgehend vom 20. Jahrhundert wird eine mögliche Entwicklung der Menschheit bis ins 27. Jahrhundert vorgestellt, wobei der rasante technische Fortschritt zu unüberschaubaren Migrations-bewegungen, physischer und psychischer Degeneration und antidemokratischen Herrschaftsstrukturen führt.


Stanislaw Lems 1959 erschienener Roman Eden zählt zur klassischen Science-Fiction-Literatur. Die menschliche Technik triumphiert hier im Kontakt mit einer fremden Zivilisation, der von Gewalt und Angst geprägt ist. Der Leser von Lems Roman wird daran erinnert, welche Abgründe eine scheinbar vernunftbegabte Gesellschaft ansteuern kann.

Der Vortrag lädt dazu ein, am Beispiel dieser beiden Romane dem Einfluss nachzuspüren, den der technische Fortschritt auf politische Systeme und moralische Entscheidungen ausüben kann.



Fr, 2. Februar 2018

19:00 Uhr – Hörsaal 05 – Neue Universität Heidelberg

(Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg)

 

Flora Petak

(Studieren ohne Grenzen, Berlin):

Helfen auf Augenhöhe? Postkoloniale Perspektiven auf die Entwicklungszusammenarbeit



Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

wir freuen uns Ihnen das Vortragsprogramm für das Wintersemester 2017/18 vorstellen zu können.


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.


Download
Poster zum Download als PDF
Poster IVR Wintersemester 2017 2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 620.9 KB
Download
Poster zum Download als PNG
Poster IVR Wintersemester 2017 2018.png
Portable Network Grafik Format 1.2 MB







Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.








Sammelband der Interdisziplinären Vortragsreihe Heidelberg

 

Liebe Besucher,

 

wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Sammelband Grenzüberschreitungen und Wendepunkte“ mit Beiträgen aus der Interdisziplinären Vortragsreihe Heidelberg erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich ist.

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.